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- Artikel über die Installation des Cisco VPN-Clients
VPN Zugang einrichten (the harder way)
Sollte der, grundsätzlich vorzuziehende Weg, über den Netzwerkmanager von Ubuntu nicht funktionieren oder wird eine ältere Version oder eine ganz andere Linux Distribution eingesetzt - so folgt hier eine Beschreibung wie man den original Cisco VPN-Client für Linux installiert und nutzt.
Zunächst sollte man sich natürlich den VPN-Client bzw. die Software für Linux herunterladen. Dieser wird normalerweise von der Hochschule bzw. dem Rechenzentrum zur Verfügung gestellt.
Alle Arbeitsschritte sind in der Konsole durchzuführen. Bitte darauf achten, dass bestimmte Befehle mit root-Rechten ausgeführt werden müssen (sudo) - ist man bereits als Systemverwalter root angemeldet kann man sudo natürlich weglassen.
Da bei der Installation zumindest ein Kernelmodul kompiliert wird, sollte man zuerst sicherstellen, dass die entsprechenden Pakete verfügbar sind (konkret für Debian/Ubuntu):
sudo apt-get install build-essential linux-headers-generic
Das heruntergeladene tar.gz Archiv nun entpacken (irgendwo im eigenen Benutzerverzeichnis, kann später wieder gelöscht werden), in entsprechendes Verzeichnis wechseln und den Installationsprozess starten:
tar xzf vpnclient-linux-x86_64-4.8.02.0030-k9.tar.gz
cd vpnclient
sudo ./vpn_install
Während der Installation werden ein paar Rückfragen gestellt - diese (falls man es nicht besser weiß) einfach bestätigen - somit werden die Standardwerte übernommen.
Nun noch das Kernel Modul laden (wird automatisch beim Systemstart gemacht - allein deswegen möchten wir jedoch sicherlich nicht neustarten):
sudo /etc/init.d/vpnclient_init start
Nun muss man noch ein Profil anlegen, damit der VPN-Client weiß womit er sich eigentlich verbinden soll. Hierzu wechseln wir zunächst in den Ordner /etc/opt/cisco-vpnclient/Profiles und kopieren die dort befindliche Beispieldatei sample.pcf als unser neues Profil - z.B. hspf.pcf. Dazu bitte Folgendes ausführen:
cd /etc/opt/cisco-vpnclient/Profiles/
cp sample.pcf hspf.pcf
chmod 600 hspf.pcf
Die kopierte Datei hspf.pcf kann man nun nach belieben anpassen - die Konfigurationsoptionen sollten soweit selbsterklärend sein. Die IP-Adresse des Zugangspunkts, der Gruppenname und das Gruppenkennwort sowie der Benutzername und Kennwort müssen noch eingetragen bzw. bei der Verbindung eingegeben werden (und werden dann teilweise ins Profil geschrieben).
Um nun endlich eine Verbindung herzustellen Folgendes eingeben:
sudo vpnclient connect <profilnameOhneEndung>
Je nachdem welche Daten man bereits ins Profil eingetragen hat wird man nun noch z.B. nach dem Benutzernamen und Kennwort gefragt. Diese gibt man dann entsprechend ein. Die Verbindung sollte nun hergestellt werden. Beenden kann man diese wieder mit Strg + C.

